Je abstrakter und gleichgültiger die Zeichen, die auf dem Bildschirm erscheinen, desto stärker wird das Bedürfnis, das, was wir wissen wollen, in die Hand zu nehmen, um es zu begreifen und festzuhalten.

Hans Magnus Enzensberger

Klaus Raasch spielt mit den Elementen aus Tradition und Moderne, um die Quintessenz mit Vorliebe auf kleine bis mittlere Formate zu bannen. Diese Bilder haben es in sich, sind visuelle Traumreisen, die immer neu gedeutet werden können, oder poetische Zeichenspiele, die wundersame Geschichten erzählen. Die Leichtigkeit – und oft auch Doppelbödigkeit – der Motive weist darauf hin, dass der Künstler mit den Geheimnissen der Typografie ebenso vertraut ist wie mit den traditionellen Werkzeugen der »Schwarzen Kunst«.

Klaus Raasch bevorzugt die Technik des Holzschnitts, verweigert sich aber einer Festlegung auf eine spezifische Formensprache. Ihn reizt die Vielfalt der Möglichkeiten, das Experiment – erkennbare »Markenzeichen« sind die handwerkliche Präzision und das kalkulierte Spiel mit dem Zufall. Auch das Atelier, in dem er Künstlerbücher und grafische Zyklen druckt, ist nicht nur Produktionsort, sondern gleichzeitig Inspirationsquelle. Es entstehen Objekte und Collagen aus Schriftzeichen und Druckformen, aus Makulatur und Schnittresten, aus zufällig Gefundenem und gezielt Gesuchtem.

Die langjährige Erfahrung mit unterschiedlichsten Materialien, der routinierte Umgang mit analogen wie auch digitalen Verfahren bei Satzherstellung, Bildbearbeitung und Druck fließt in die Auftragsgestaltung für anspruchsvolle Kunden mit ein.

Umschlaggestaltung für die Baugenossenschaft der Buchdrucker: Jeder Geschäftsbericht wird in unterschiedlichen Druck- und Veredelungsverfahren ausgeführt, die für die Mitglieder auf der Innen- oder Rückseite erläutert werden.